Mehr Schiffe?

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Wie zuvor schon auf der Insel Kos weiter südlich, so sollen jetzt auch vor Lesbos riesige Fährschiffe als Registrierungsstelle und Transportmittel eingesetzt werden. Doch viele Fragen bleiben offen: werden auch hier wieder die syrischen Flüchtlinge bevorzugt, während alle anderen Gruppen – Afghanen, Iraker, Kurden, Somalier – zurück bleiben?Wie zuvor schon auf der Insel Kos weiter südlich, so sollen jetzt auch vor Lesbos riesige Fährschiffe als Registrierungsstelle und Transportmittel eingesetzt werden. Doch viele Fragen bleiben offen: werden auch hier wieder die syrischen Flüchtlinge bevorzugt, während alle anderen Gruppen – Afghanen, Iraker, Kurden, Somalier – zurück bleiben?

Auch für unser Team ist die Geduldsprobe noch nicht zu Ende: anstelle des alten Schulhauses will uns die Inselverwaltung nun doch den leerstehenden Militärposten am Ortsrand öffnen. Wir zweifeln nicht an der Entschlossenheit der Bevölkerung und ihrer politischen Vertreter. Aber wann wird es endlich soweit sein, dass wir uns an die Umbauarbeiten machen können, um ein festes Winterquartier für Flüchtlinge zu errichten? Denn jetzt im Sommer sind Übernachtung und Versorgung relativ einfach zu organisieren. Im Winter aber kann es auf den Inseln der Ägäis empfindlich kalt werden. Bis zu minus 20 Grad wurden schon gemessen. Dann müssen feste Gebäude her, in denen sich durchnässte und durchgefrorene Menschen wieder aufwärmen können.

Wenn wir eine „Proti Stassi“ gleich als winterfestes Quartier errichten könnten, wäre dies die erste Einrichtung ihrer Art auf der Insel.

Unser Optimismus ist ungebrochen. Zum Zeichen, dass wir es wirklich ernst meinen, haben wir heute in Klio ein Häuschen für unser Team angemietet. Das Dorf soll wissen, dass wir zu unserem Wort stehen.